Drosophila suzukii
Inhalt: Auftreten und Verbreitung
Außerhalb des Ursprungsgebietes wurde sie 1980 aus Hawaii gemeldet. Im Jahr 2008 trat sie erstmalig in den USA, Kalifornien, und in Südeuropa, Italien und Spanien, auf. Die Art hat sich danach in Amerika und Europa rasch weiter verbreitet.
In Europa folgten 2010 Berichte über ihr Auftreten aus weiteren Gebieten Italiens und Spaniens sowie aus Frankreich und Slowenien. 2011 wurde sie in der Schweiz (Tessin und Graubünden), in Österreich (Tirol, Steiermark und Kärnten) und in Deutschland (Süddeutschland) festgestellt. Seit 2014 ist sie im gesamten Bundesgebiet verbreitet. Der Hauptverbreitungsweg dürfte die großräumige Verschleppung durch befallene Früchte sein. Es gibt aber auch Hinweise, dass D. suzukii ein guter „Flieger“ ist und somit weite Strecken zurücklegen kann.
In Deutschland wurde die Art erstmals im Jahr 2011 an mehreren Standorten in Süddeutschland nachgewiesen: in Baden-Württemberg (Dossenheim, Kressbronn, Langenargen und Oberdorf am Bodensee, Rastatt, Grenzach-Wyhlen), in Rheinland-Pfalz (Siebeldingen) und in Bayern (Lindau und südlich von München in Bairawies/Dietramszell). Es handelte sich in allen Fällen um geringe Individuenzahlen ab Ende August.
Auftreten, Verbreitung und Befall in Deutschland 2012
Im Jahr 2012 erfolgte ab März/April durch die Pflanzenschutzdienste der Länder und weitere Institutionen bundesweit ein intensives Monitoring mit Apfelessigfallen. Nach Nachweis einzelner Individuen im März/April am Bodensee und in Nordbaden erfolgten bis Juli bundesweit keine weiteren Fänge. Ab Juli/August dagegen war eine deutliche Zunahme der Fundorte sowie der Fangzahlen zu verzeichnen. Besonders hohe Populationsstärken wurden regional im Südwesten Deutschlands im September/Oktober festgestellt. Anhaltende Fänge waren an einigen Standorten bis Januar 2013 zu verzeichnen. Bezogen auf die Bundesländer erfolgte der Nachweis der Kirschessigfliege im Jahr 2012 erneut in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern sowie darüber hinaus nun auch in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Brandenburg. Schwerpunkte lagen in Baden-Württemberg entlang des Oberrheins sowie am Bodensee. In Rheinland-Pfalz traten die meisten Fänge in der Pfalz und Rheinhessen auf. - Neben Fallenfängen in Erwerbsanlagen (Süß- und Sauerkirschen, Pfirsich, Zwetschge, Mirabelle, Johannisbeerarten, Holunder, Himbeeren, Brombeeren, Trauben) wurden auch zahlreiche Tiere in Hecken oder an Waldrändern mit Brombeer- oder Holundergebüsch, aber auch ohne eindeutige Wirtspflanzenzuordnung, gefangen. Es war häufig zu beobachten, dass sich die Tiere in abgeernteten Obstanlagen aufhielten. Befallsnachweise in Früchten gab es für Brombeeren, Herbsthimbeeren, Holunder sowie Trauben. Der Befall war in einigen wenigen Beerenanlagen stark, vor allem nach Abschluss der Ernte in Beständen, in denen die Früchte nicht vollständig abgeerntet wurden. Als wichtige Gegenmaßnahmen galten Hygienemaßnahmen, d.h. regelmäßiges Durchpflücken und Entfernen aller reifen Früchte sowie eine gute Belüftung der Bestände, in Kombination mit Massenfang. Beanstandungen in der Direktvermarktung oder an Großmärkten wurden nicht gemeldet.
Auftreten Drosophila suzukii in Obstkulturen - Versuchsfeld Dossenheim ab 2012
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