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Inhalt: Letztes PAG-Treffen am 17. Juni 2026

Die Projektbegleitende Arbeitsgruppe (PAG) und das FUBIOO-Team trafen sich im Obstbaumuseum des Demonstrationsbetriebs Schmitz-Hübsch in Bornheim bei Bonn, um die bisherigen Ergebnisse des Projekts zu diskutieren.

Da das FUBIOO-Projekt im Dezember 2026 enden wird, standen beim diesjährigen PAG-Treffen die vorläufigen Ergebnisse und der Erfolg der biodiversitätsfördernden Maßnahmen in den Praxisbetrieben im Fokus. Zunächst berichteten die vier Regionalkoordinationen aus ihren Regionen. Anschließend gingen die Forschenden vom JKI auf Ergebnisse aus ihren Fachgebieten ein: Fernerkundung, Ökonomie, Kommunikation und Datenanalyse.

Eine aktuelle Herausforderung besteht darin, die Erhebungen des Insektenauftretens in Klopf- und Kescherproben aus der laufenden Saison 2026 pünktlich auszuwerten, damit sie in die abschließenden Ergebnisse des Projekts einfließen können. Denn all die Insektenproben, die im Frühjahr und Sommer genommen wurden, müssen noch ausgezählt und bestimmt werden.

Zur Debatte stand auch die Aussagekraft der Datenanalyse. Wie bei vielen Forschungsprojekten zu Freilandkulturen besteht auch beim Projekt FUBIOO das Problem, dass die Projektlaufzeit zu kurz ist, um eine deutliche Wirkung der Maßnahmen in den Betrieben nachzuweisen. Durch die vielen Einflussfaktoren auf Nützlinge, Schädlinge, Fruchtqualität und Ertrag, bedarf es eines langjährigen Monitorings, um belastbare Aussagen über die Wirkung von Maßnahmen zur Förderung der funktionellen Biodiversität unter Praxisbedingungen treffen zu können.

Positiv sehen die Projektbeteiligten den Transfer aus der Wissenschaft in die Praxis. FUBIOO hat gemeinsam mit den teilnehmenden Betrieben gezeigt, wie die angestrebten Maßnahmen in die Betriebsabläufe integriert werden können, welche Kosten damit verbunden sind und wo die Prozesse noch optimiert werden sollten. Dieses Praxiswissen wird in mehreren Fact Sheets zu den einzelnen Maßnahmen gebündelt, um Obstbäuer*innen einen ersten Überblick zu bieten.

Außerdem diskutierten die PAG-Teilnehmer*innen darüber, wie die Ergebnisse und die Praxiserfahrungen der Betriebe auch nach Projektende interessierten Obstbäuer*innen zur Verfügung gestellt werden können. Kern der weiterführenden Kommunikationsstrategie ist die FUBIOO-Webseite, auf der alle relevanten Ergebnisse, Videos und Informationsmaterialien in den kommenden Jahren weiterhin verfügbar bleiben werden.

Input aus dem Landwirtschaftsministerium (BMLEH) und der zugehörigen Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) kam von Arne Wylkop (BMLEH), Jörg Jansmann (BLE) und Dr. Richard Bulka (BLE). Wie in den vergangenen Jahren bereicherten auch Prof. Dr. em. Petra Scheewe von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden und Dr. Jürgen Lorenz vom Kompetenzzentrum Gartenbau am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück die Diskussionen.

Für die passende Atmosphäre des diesjährigen PAG-Treffens in der FUBIOO-Region West sorgte das kleinen Obstbaumuseum, in dem Betriebsleiter Roland Schmitz-Hübsch die Gäste begrüßte: historische Sä-, Ernte- und Verarbeitungsmaschinen, Fotos aus der 130-jährigen Geschichte des Betriebs und Obst und Getränke aus eigener Produktion bereicherten das Meeting.

FUBIOO ist ein Demonstrationsprojekt mit dem Ziel, die funktionelle Biodiversität im Obstbau zu fördern und ausgewählte Maßnahmen direkt in der obstbaulichen Praxis umzusetzen. Naturnahe Aufwertungen in Obstbaubetrieben sollen die Ansiedlung von Nützlingen begünstigen, um Schädlinge gezielt und nachhaltig zu regulieren. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Projekt. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

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