Nachdem die Anreise einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Schnee und Verspätungen erschwert wurde, konnte das Projekttreffen am Nachmittag des 26. Januar 2026 starten. Im Mittelpunkt des Treffens am JKI-Standort Dossenheim standen die ersten Ergebnisse der in den Betrieben durchgeführten biodiversitätsfördernden Maßnahmen aus der Saison 2024 und teils auch schon aus der Saison 2025.
So zeigte Bettina Wenzel, Wissenschaftlerin im Bereich Ökonomie am JKI, beispielhaft welche Kosten für die FUBIOO-Maßnahmen anfallen. Miteinbezogen in die Kostenaufstellung werden dabei Arbeits-, Maschinen- und Treibstoffkosten sowie Materialkosten für jeden Arbeitsschritt. Bei der Maßnahme „Anlegen von mehrjährigen Blühstreifen“ können das bis zu acht Arbeitsschritte sein, von der Bodenvorbereitung über die Aussaat bis hin zum Schröpfschnitt. Es zeigt sich, dass das Anlegen großer Blühflächen pro Quadratmeter günstiger ist als bei kleinen Flächen. Beim alternierenden Mulchen war nach vorläufigen Ergebnissen die biodiversitätsfördernde Maßnahme günstiger als das in der Branche übliche durchgehende Mulchen.
Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer diskutierten die ersten Auswertungen der Nützlings- und Schädlingszahlen aus den Klopf- und Kescherproben in den Obstanlagen der FUBIOO-Regionen. Auf Grundlage dieser Daten soll die Wirkung der FUBIOO-Maßnahmen eingeschätzt werden.
Nach einer konstruktiven Diskussion und einem intensiven Austausch, in dem auch die Strategien der einzelnen Bereiche für das Jahr 2026 festgelegt wurden, endete das Projekttreffen am 28. Januar.
FUBIOO ist ein Demonstrationsprojekt mit dem Ziel, die funktionelle Biodiversität im Obstbau zu fördern und ausgewählte Maßnahmen direkt in der obstbaulichen Praxis umzusetzen. Naturnahe Aufwertungen in Obstbaubetrieben sollen die Ansiedlung von Nützlingen begünstigen, um Schädlinge gezielt und nachhaltig zu regulieren. Das BMLEH fördert das Projekt. Projektträger ist die BLE.