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Inhalt: Hoftag in der Region West: am 16. Juni 2026

Trotz großer Hitze fanden viele Akteure aus dem Obstbau ihren Weg zum Hoftag des FUBIOO-Projekts in Klein-Altendorf bei Bonn.

Der Hoftag im Kompetenzzentrum Gartenbau, das zum Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR-RNH) gehört, startete am 16. Juni 2026 um 13:00Uhr mit mehreren Vorträgen.

Die FUBIOO-Regionalkoordinator*innen der Regionen Süd, West und Nord und Jürgen Zimmer (DLR-RNH) gaben Einblicke in ihre Arbeit mit Ohrwürmern, Schlupfwespen, Blühstreifen und Mulchmethoden. All diese Maßnahmen dienen dazu, Schädlinge im Kernobst mit ihren natürlichen Gegenspielern zu bekämpfen.

In diesem Rahmen wurde auch  das erste FUBIOO-Fact Sheet über Ohrwurmbehausungen vorgestellt: darauf wird erklärt, welche positiven Effekte die Maßnahme auf die Biodiversität in der Obstanlage hat, wie sie konkret umgesetzt werden kann und welche Kosten dabei auf die Obstbäuer*innen zukommen.

Dr. Jürgen Lorenz (DLR-RNH) und Monika Hachtel (NABU) zeigten im Anschluss in ihren Vorträgen auf, wie viel Biodiversität eigentlich in Obstanlagen zu finden ist und wie es gelingen kann, dass Obstbäuer*innen Maßnahmen für den Arterhalt mittragen.

Anschließend führten die Gastgeber Peter Trierweiler (FUBIOO Regionalkoordinator West) und Dr. Jürgen Lorenz die Teilnehmenden vor Ort auf das Versuchsfeld. Dort werden seit Projektbeginn verschiedene Mulchmethoden für Blühstreifen erprobt, um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wie ein Blühstreifen gemulcht werden sollte, damit er sich langfristig am besten entwickelt.

Mit einer angeregten Diskussion der Teilnehmenden über die gezeigten Methoden endete dieser sehr informative Hoftag.

FUBIOO ist ein Demonstrationsprojekt mit dem Ziel, die funktionelle Biodiversität im Obstbau zu fördern und ausgewählte Maßnahmen direkt in der obstbaulichen Praxis umzusetzen. Naturnahe Aufwertungen in Obstbaubetrieben sollen die Ansiedlung von Nützlingen begünstigen, um Schädlinge gezielt und nachhaltig zu regulieren. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördert das Projekt. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

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