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Inhalt: Projektdaten

Laufzeit

10.2022 - 09.2025


Ansprechperson

Dr. Kathleen Lemanski (BI)
Tel: +49 (0)3946 47-4810
kathleen.lemanski@julius-kuehn.de

JKI Projekt-Team

Institut für Biologischen
Pflanzenschutz (BI)

Das Projekt „Solarnützlinge“ wird im
Rahmen des Klimaschutz-Sofortprogramms 2022 vom
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft finanziert.

Inhalt: Solarnützlinge: Potentiale für eine Nützlingsförderung in Agri-Photovoltaik-Systemen

Hintergrund:

Um gesetzte Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, ist ein enormer Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig, auch von Photovoltaik (PV)-Anlagen. In Deutschland gibt es in der freien Landschaft nur wenige Flächen, deren Nutzung sich für PV-Systeme prioritär und exklusiv anbieten. Beim Aufbau von Solaranlagen in der Agrarlandschaft entsteht ein Landnutzungskonflikt, der z. B. durch Agri-Photovoltaik (APV)-Systeme gelöst werden könnte. In APV-Anlagen können die PV-Module entweder hoch aufgeständert oder in vertikalen Reihen errichtet werden. In beiden Fällen kann die unterliegende Fläche bzw. die Fläche zwischen den Reihen weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden. Beide APV-Systeme ermöglichen somit eine Doppelnutzung der Fläche zur Energiegewinnung und Landwirtschaft. Es bestehen aber enorme Wissenslücken bezüglich der Kompatibilität der agrarischen und photovoltaischen Nutzung. Potentielle Effekte auf die funktionelle Biodiversität als wichtiger Garant der Erzeugung ertragreicher und gesunder Nutzpflanzen in einem solchen System sind unerforscht.

Zielsetzung:

Diese Pilotstudie soll erarbeiten, ob APV-Systeme derart gestaltet werden können, dass eine Besiedlung und Förderung von Nützlingen möglich ist und das Auftreten bestimmter Schädlinge reduziert wird. Das Forschungsvorhaben will zunächst aktuelle Aktivitäten zusammenfassen und bewerten und dann in einer Fallstudie konkrete Möglichkeiten erproben. Hier sollen biodiversitätsfördernde Integrationselemente für APV-Systeme geschaffen werden, wie die Ausnutzung der Panelgerüste für Verstecke oder Nisthilfen oder standortgerechte und „solarmodultaugliche“ Blühstreifen im Bereich der vertikalen Solarmodule oder Gerüste. Außerdem sollen direkte Effekte der Solarpaneele auf ausgewählte Nützlinge und Schadinsekten sowie pflanzliche Ressourcen geprüft werden.

Das Forschungsvorhaben soll erste Bausteine dazu liefern, wie eine umweltgerechte Ausgestaltung von APV-Systemen gelingen kann, die gleichzeitig für die Landwirtschaft bzw. die Kulturpflanzenerzeugung einen Mehrwert dadurch erzeugt, dass durch Schädlingsregulierung und Bestäubung ein verbesserter und ertragreicher Anbau gelingt. Dies würde langfristig zu einer energieeffizienten Produktion inklusive eines nachhaltigen Pflanzenschutzes bzw. auch Bestäubermanagements führen. Schlussendlich sollen anbauspezifische Empfehlungen zur nützlingsfördernden bzw. schädlingsmindernden Gestaltung von APV-Systemen entwickelt werden.